Wydanie/Außgabe 111/03.06.2021

   

Die Öffentlichkeit nimmt davon kaum Notiz: Jahr für Jahr machen Linksextreme gegen das Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens (13. bis 15. Feber 1945), unter denen sich auch Sudetendeutsche und Schlesier befanden, mobil; die „Sudetenpost“ hat an den anglo-amerikanischen Feuersturm mehrmals erinnert, so auch in der aktuellen Ausgabe.

Auch in diesem Jahr blieben die Attacken nicht aus. Diesmal wurde schon im Jänner ein Farbanschlag auf das Mahnmal verübt. Die Täter begründeten ihr Vorgehen mit dem angeblichen „Opfermythos, der die tatsächlichen Opfer der nationalsozialistischen Zeit verhöhnt“. Daher sei die Nacht auf den Internationalen Holocaust-Gedenktag, den 27. Jänner, für den Angriff gewählt worden.

Der Heidefriedhof in Dresden sei darauf aufgebaut, „die deutsche und Dresdner Schuld an der nationalsozialistischen Barbarei zu verschleiern“.  Außerdem, so hieß es in dem so genannten „Bekennerschreiben“ weiter, werde dort „die Zerstörung einer deutschen Stadt im selbst angezettelten Krieg mit den unsäglichen Verbrechen der Hitler-Zeit“ gleichgesetzt. Das Schreiben endet mit der Parole „Deutschland und Dresden: Keine Opfer, sondern Täter!“

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen nach den Urhebern der Denkmal-Schänder aufgenommen. Mitte Feber 1945 war Dresden, das „Elbflorenz“, durch alliierte Luftangriffe zerstört worden, zehntausende Zivilisten kamen dabei ums Leben. Die Bombardierung der sächsischen Großstadt ist wie die von Hiroshima in der Literatur zum Sinnbild des Bombenkrieges überhaupt in seinen Wirkungen auf die Zivilbevölkerung und auf erhaltenswerte Kulturgüter geworden.

Die genaue Opferzahl wurde nie ermittelt. Eine von der Stadt beauftragte Historikerkommission ging von bis zu 25 000 Toten aus. Daran gibt es seit Jahren ernste Zweifel, die aber von politischer Seite zurückgewiesen werden. Bereits unmittelbar nach den Luftangriffen mit Spreng- und Brandbomben war in schwedischen Zeitungen von 100.000 bis 200.000 Todesopfern die Rede.

Solche Darstellungen wurden ebenso wie viele Zeitzeugenberichte in der Vergangenheit ignoriert. Am Jahrestag der Bombardierung der Elbmetropole, die vor Kriegsbeginn etwa 630.000 Einwohner hatte und in der gegen Weltkriegsende  Vertriebene und Flüchtlinge Zuflucht gesucht hatten, kam es immer wieder zu Störungen von Gedenkveranstaltungen durch linksextreme Gruppierungen und zur Verhöhnung der Opfer. 

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