Wydanie/Ausgabe 121/15.01.2023

   

In den dreißiger Jahren hatte Polen im In- und Ausland eine Propaganda-Postkarte mit Unterstützung der Staatsbehörden verbreitet. Auf dieser Postkarte sind die als „historisch“ ausgegebenen Grenzen Polens mit dem weißen Raubadler als Hintergrund eingezeichnet, die die gesamten Gebiete der Slowakei, der Tschechei, die deutschen Gebiete bis Dresden-Berlin-Ostsee, ganz Schlesien, Pommern, Westpreußen und Ostpreußen umfassen.

Die Karte ist diesen Ausführungen (Teil 2) beigefügt. Diese Grenze strebte Polen bereits an, als es die britische Garantieerklärung noch nicht in der Tasche hatte. Polen war sich klar, daß es nur durch einen Krieg diese Ausdehnung erreichen konnte, deshalb betete man in den Kirchen auch fleißig um den großen Völkerkrieg:

O wielką wojnę ludów prosimy Cię, Panie! (Um den großen Völkerkrieg bitten wir Dich, Herr!)

Nachdem England den Krieg gegen Deutschland beschlossen hatte und Polen bereit war, ihn gegen eine Garantieerklärung Englands anzuzetteln, veröffentlichte die Zeitung „Dziennik Poznański“ in der Ausgabe vom 26. Juni 1939 eine neue Landkarte, in denen die Grenzen weit über die in den dreißiger Jahren angestrebten hinausgehen. Die Karte ist ebenfalls beigefügt, sie zeigt den Verlauf der Grenze folgendermaßen: die gesamte Ostsee bis hinauf nach Kiel, quer durch Schleswig-Holstein bis Bremen, herunter über Hannover, Göttingen, Kassel, Fulda, Frankfurt/Main, Nürnberg.

Dankenswerterweise hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung in der Nr. vom 31.08.1979 die polnischen Ansprüche durch Veröffentlichung dieser Karte in Erinnerung gebracht. (siehe Teil 2)

Und da bereits Deutsche versuchen, die als „Wendlande“ angesprochenen Gebiete Niedersachsens samt Lüneburg und Lüneburger Heide als slawisch zu bestätigen, werden eines nicht zu fernen Tages diese Gebiete rückgeführt werden. Auch Schlesien ist ja rückgeführt worden, denn der Kardinal Wyszynski hat ausdrücklich in festgestellt in Breslau im Jahre 1965:

Wenn wir umherblicken auf diese Gotteshäuser, wissen wir, daß wir nicht deutsches Erbe übernommen haben. Es ist nicht die deutsche, sondern die polnische Seele, die aus diesen Steinen spricht. Diese Gebäude haben hier gewartet, bis sie schließlich in polnische Hände zurückgekehrt sind.“

Der Kardinal wußte, daß er log und daß alle Welt auch seine Lüge als solche erkennen mußte. Doch bei uns gab es weder von kirchlicher noch von staatlicher Seite einen Aufschrei, ein Zurechtrücken der Unwahrheit. Kommt hier nicht zum Ausdruck, daß der polnischen Kirche jede Fälschung recht ist, wenn sie nur ihrem Ziele näher kommt? Hat sie nicht auch in ihrer sogenannten Versöhnungsbotschaft reichlich Lügen eingebaut? Ich erinnere an die infame Beschimpfung des Preußenkönigs durch die höchsten Repräsentanten der polnischen Kirche, als Friedrich dem sogenannten Großen, der für die erste Teilung Polens verantwortlich gemacht wird, obwohl Polen seit dem Zaren Peter dem Großen, also seit etwa 1700, unter russischer Herrschaft stand und gar kein freies Polen existierte, welches Friedrich d. Große hätte aufteilen können. Hat bei dieser sogenannten deutschen Teilung nicht Rußland 82%, Österreich 10% und Preußen nur 8% des Landes, und zwar seine alten preußischen Gebiete zurückbekommen? Wird nicht schon durch diese 82% für Rußland klar, wer die treibende Macht war?

Als Friedrich d. Große altes deutsches Land wieder in Besitz nahm, das nur zeitweise dem polnischen König unterstellt war, befreite er ein armes verelendetes Volk von der Leibeigenschaft und Knechtschaft einer machthungrigen und heruntergekommenen Adelsclique. Das Land, das der Preußenkönig wieder übernahm, hatte seit der Pest im Jahre 1709 bis zur Teilung 1772 wüst und brach gelegen und seine Menschen waren von dem hoffärtigen unmenschlichen Adel so drangsaliert und ausgebeutet worden, daß man ihnen den Namen „Volk“ nicht mehr beilegen konnte, daß sie deshalb die neue Herrschaft und Ordnung freudig begrüßten.

Der Kardinal hatte vor längerer Zeit ein Interview im Österreichischen Fernsehen gegeben. Ihm war dabei der Vorwurf gemacht worden, daß die polnische Kirche sich nicht genügend für Polen eingesetzt habe. Darauf gestand der Kardinal, daß es während des Krieges nicht einen einzigen polnischen Priester gegeben habe, der nicht mit der Waffe in der Hand gekämpft hätte. Bedarf es noch eines Kommentars?

 

Komentarze  

0 #1 Szczepan 2020-05-14 23:49
Nie istnieje Dziennik Poznański z dnia 26 czerwca 1939. Istnieje z dnia 25 czerwca (Nr 144, niedziela) oraz z 27 czerwca (Nr 145 wtorek). Dane: Wielkopolska Bibl. Cyfrowa www.wbc.poznan.pl.
Pozdrawiam
S.P.
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