Wydanie/Ausgabe 121/15.01.2023

   

Sehr geehrte Damen und Herren, in den letzten beiden Jahren konnte die Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen dank einer finanziellen Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 20 Heimatsammlungen digitalisieren und auf der Internetseite www.heimatsammlungen.de diese in virtuellen Räumen präsentieren. Das vom Land in den letzten beiden Jahren geförderte Projekt eröffnet den Sammlungen weitere Zukunftsperspektiven.

Zudem leisten die erstellten „virtualisierten Heimatsammlungen“ einen bedeutenden Beitrag dazu, einer breiten Öffentlichkeit einen erleichterten Zugang zum reichen kulturellen Erbe des historischen deutschen Ostens zu verschaffen. Gleichzeitig stellt das Projekt einen wichtigen Beitrag dar, zur zeitgemäßen und zukunftsfähigen Pflege der Erinnerungskultur der aus dem Osten als Vertriebene, Flüchtlinge und Spätaussiedler gekommenen Menschen, die das Land NRW in der Nachkriegszeit wesentlich mit aufgebaut und gestaltet haben.

 Hierauf aufbauend startete die Kulturstiftung, erneut durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert, in diesem Jahr das Projekt „Heimatsammlungen digitalisieren – Bildungsprozesse initiieren“. Begleitet wird dieses von einem von der Kulturstiftung gebildeten Beirat, bestehend u.a. aus Mitarbeitern der Kulturstiftung, Trägern von nordrhein-westfälischen Bildungseinrichtungen. Bildungsexperten und Vertretern des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft.

Kern des Projektes der Kulturstiftung ist es mit den virtuellen Heimatsammlungen als Ausgangspunkt Bildungsformate zu entwickeln, um einerseits die Geschichtskompetenzen von Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen im Hinblick auf die historischen deutschen Siedlungsgebiete im Osten Europas, die Ursachen von Flucht und Vertreibung, das Flucht- und Vertreibungsgeschehen ab 1945 und die die Ansiedlung und Integration der Heimatvertriebenen in Nordrhein-Westfalen zu fördern und andererseits die historischen Ereignisse in einen Kontext zur Gegenwart und heutigen gesellschaftlichen und sozialen Brennpunkten zu setzen.

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